2024: Die Riesen von Tresbrün
Über Verantwortung, Führungsverantwortung und Scheitern
Die Tresbrüner Wagen
Es ist sehr, sehr lange her, auf einem Kontinent, auf dem wir Menschen nie waren.
In diesem Land lebten Zwerge, Elfen, Gnome und ganz viele andere Wesen, von denen wir heute gar nichts mehr wissen.
Auf diesem ganzen Kontinent waren jedoch die Wagen von Tresbrün bekannt. Diese Wagen, die sowohl als Kampfwagen, als auch als Transportwagen gebraucht wurden, waren einmalig: Das Holz war von hoher Qualität. Jedoch, das wirklich Ausschlaggebende war, dass die Wagen ganz mit Gold beschlagen waren. Neben dem, dass die Tresbrüner Wagen eine hohe Robustheit vorwiesen, waren sie auch noch hoch elegant und leuchteten weit in die Landschaft hinein.
Die Kampfwagen hatten zusätzlich die Wappen der jeweiligen kämpfenden Armee ins Gold ziseliert, Transportwagen hatten die Zeichen der Zünfte, die ihr Material damit transportierten.
Es gab auch Schlachten, wo Tresbrüner Kampfwagen, die aus unserer Sicht den ägyptischen und den römischen Kampfwagen glichen, gegeneinander angetreten sind. Doch, so hart die Schlacht auch war, die Krieger waren sich in einem einig: Die Tresbrüner Wagen waren die Besten, die es auf dem Kontinent gab.
Diese Wagen sah man von Weitem in der Sonne glänzen. Mit ihren Verzierungen, die jeweils individuell bestellt wurden, konnten sie sich differenzieren. Die einfachen Handwerker hatten einfachere Verzierungen. Die reichen Zünfte hoben sich durch besonders reiche Verzierungen ab.
Sogar venezianische Kaufleute würden heute noch eifersüchtig werden. Man erzählt sich, dass venezianische Kaufleute die ganze Welt bereisten, um diesen Kontinent vielleicht doch zu entdecken und die Tresbrüner Wagen mitzubringen. Gerüchte behaupten, dass der MI6, die CIA und sogar der KGB auch nach diesen Wagen forschten. Aber, zumindest offiziell, wurde nie einer dieser Wagen gefunden …
Die Wagenbauer von Tresbrün
Tresbrün, das auf diesem nie entdeckten Kontinent im Nordwesten lag, war eine große Wagenmanufaktur, die von Riesen betrieben wurde.
Woher der Name kam, wusste niemand. Manche behaupteten, dass der zweite Teil „Brün“ von dem Brunnen kam, der im Steinbruch benutzt wurde, um Gold auszuwaschen. Andere wiederum wussten, dass der erste Teil „Tres“ abstammte von dem alten englischen „Tree“ (Baum). Niemand wusste es wirklich.
Es war ein großer Vorteil für den Wagenbau, dass es Riesen waren. Diese Riesen konnte das Holz einfacher schlagen in dem Wald, der direkt neben dem Steinbruch anfing und der aus alten Eichen, so weit das Auge sehen konnte, bestand. Kein Riese hatte je das Ende dieses Waldes gesehen.
Der Steinbruch, in dem viele Riesen arbeiteten, diente dazu das Gold abzubauen. Dieses kleine Gebirge, wo bisher nur ein kleiner Teil durch den Steinbruch abgebaut war, war eine unendliche Quelle von Gold. Der schon zitierte Brunnen gab genug Wasser, um das Gold auszuwaschen.
Tres, der erste Riese, den wir kennenlernen, führte hier im Steinbruch eine Mannschaft von Riesen, die im Bruch die Steine brachen, zermalmten und dann das Gold auswuschen. Diese Riesen hatten viel Kraft und schufteten den ganzen Tag.
Tres, ein sehr hochgewachsener Riese mit langem Bart und Glatze, war ein strenger Chef, der jedoch gut für seine Riesen sorgte. Die Goldbruchriesen waren stolz, vielleicht sogar etwas arrogant: Sie wussten, ohne dieses Gold wären die Wagen nicht so wertvoll und so bekannt.
Tres führte zusätzlich noch eine Truppe von Holzfällerriesen, die in diesem Wald das Holz schlugen, entrindeten und dann direkt südlich vom Wald zum Trocknen ins Lager brachten.
Das Lager war wie eine Ali-Baba-Höhle. Es lagerten die Eichenstämme, aufgestapelt auf riesengroßen Haufen zum Trocknen. Etwas weiter weg davon, unter riesigen Dächern, aber ohne Wände, waren die gesägten und die vorgeschnittenen Teile für die Wagen gelagert. Die vorgeschnittenen Teile wurden aus der Sägerei angeliefert. Diese war vor dem Steinbruch aufgebaut. Die Sägerei war allerdings auch unter der Verantwortung von Tres.
Laveire war der Chef des Lagers. Er war ein fröhlicher Riese, der sich in diesem riesigen Holzlager sehr wohl fühlte, wo es angenehm nach Eiche roch. Hinter den überdachten Hallen hatten Riesen vor langer Zeit eine Höhle gegraben: Dort lagerte das Gold, gesichert durch eine goldverzierte schwere Holztür.
Laveire lief den ganzen Tag mit einem großen, goldenen Schlüssel umher und bewachte diese Grotte gut. Manchmal - das war sein kleines Geheimnis - schlich Laveire in die Höhle und setzte sich einfach zwischen das Gold. Er hatte eine Laterne mitgebracht und das Gold funkelte. Berge von Gold waren hier auf Lager, die darauf warteten als Blattgold auf die Wagen gezogen zu werden. Laveire war hier glücklich und konnte hier entspannen.
Seine Truppen von Riesen waren alte Riesen, die früher im Steinbruch, in der Manufaktur oder im Wald gearbeitet hatten. Laveire war deshalb oft draussen unter ihnen traurig und unglücklich. Denn ss war schwer mit diesen zu arbeiten. So war diese Goldhöhle für Laveire ein kleines - persönliches - Glück. Er sorgte allerdings sehr gut dafür, dass niemand von seinem kleinen Geheimnis wusste.
Laveire musste sich oft die Kritiken von Tres, aber auch die Kritiken vom Chef-Riesen der Manufaktur, Laneid, anhören: Eigentlich vor allem und sehr häufig von Laneid. Quer gegenüber vom Steinbruch hinter dem zentralen Palaverplatz war wiederum mit riesigen Hallen überdacht der Platz, wo die berühmten Tresbrüner Wagen gebaut wurden. Es gab zwei Hallen: eine für Kampfwagen und eine für Transportwagen. Hier war das Reich von Laneid.
Der Riese Laneid kam ins Lager - relativ oft - und beschwerte sich über falsche oder schlechte Holzteile oder über zu wenig oder sogar zu viel Gold, das ausgeliefert wurde,. Dies alles bremste natürlich die Fertigung.
Laneid marschierte immer wieder mit großer Freude durch seine Hallen: Es dengelte, es hämmerte, seine Hallen waren wie Bienenhäuschen, in denen fleißige Bienen Zug um Zug diese berühmten Wagen produzierten. Eine Sondertruppe, die für die Verzierungen zuständig waren, waren etwas abseits in den beiden Hallen, so dass diese in Ruhe mit Spezialwerkzeugen, die es nur in Tresbrün gab, ihre Verzierungen ins Gold einmeißeln konnten. Laneid war sehr stolz auf seine Manufaktur. Er war auch ein hochgewachsener Riese, der jedoch, so war er erzogen worden, bescheiden war, aber innerlich sehr stolz.
Weiter südlich von der Manufaktur erhob sich ein Hügel. Er wurde von allen Riesen der Künstlerhügel genannt, weil auf diesem Hügel, abgeschottet von dem ganzen lebendigen Treiben, die Truppe von Slunknam arbeiteten, den alle jedoch Slunk nannten. Slunk führte die Künstlertruppe an, die die verschiedensten Verzierungen der Wagen entwarfen: Neue Formen, angepasste Modelle, … Alle durch Kundenwünsche bestimmt.
Slunk kam manchmal von seinem Hügel herunter. Er war ein „kleiner“ Besserwisser, der auch Laneid zu spüren gab, dass er mit den niederen Aufgaben des Zusammenbaus nicht so viel zu tun hat, sondern wirklich ein genialer Innovator und ein echter Künstler ist. Laneid musste dann immer schmunzeln und er dachte: „Na ja, wäre ich nicht, würde seine Kunst nicht entstehen.“
In der Mitte vom Steinbruch, der Sägerei, dem Lager der Manufaktur und dem Kunsthügel, war dieser riesengroße Platz mit einer sehr, sehr alten Eiche, die groß genug war, dass die Riesen unter ihr Platz fanden.
Tres, Laneid und Laveire nannten diesen Platz den „Palaverplatz“, weil hier Nekisred seinen Eichentisch stehen hatte. Nekisred war der Oberriese des Steinbruchs, des Holzschlags, des Lagers und der Manufaktur und er saß den ganzen Tag unter der Eiche und wenn er sich bewegte, dann visitierte er seine einzelnen Bereiche und kritisierte bei den Kampfwagen manchmal, dass das Rad etwas schief stand, bei den Transportwagen, dass die Verzierungen Kratzer aufwiesen, beim Lager war er immer sehr streng und schrie sogar manchmal, während bei Tres im Steinbruch - Tres war einen Kopf größer als er - er eher mit Bedacht die Dinge ansprach. Er lud jedoch jeden Tag auf den „Palaverplatz“ ein und seine Leute mussten ihm berichten.
Tres, Laneid und Laveire fanden die Sitzung etwas überflüssig, aber sie mochten ihn ja. Nekisred war sehr erfahren, da er vor allem lange selbst in der Manufaktur gearbeitet hat und deshalb hat man dieses Ritual einmal am Tag mitgemacht. Im Zweifelsfall war das eine ruhige Viertelstunde.
Direkt neben dem Palaverplatz auf der rechten Seite, unterhalb der Sägerei, gab es noch eine Hütte aus Stein. Wenn man dort durchs Fenster schaute, sah man eine Papierrolle auf der anderen. Nekisred ging da nie rein, weil er Papier nicht mochte. Jedoch in dieser Hütte saß Tag für Tag Orcma. Er war derjenige, der die Vorlagen der Künstler in Pläne umbaute, die er dann Laneid bzw. Tres für den Bereich Holz ausgab. Er war oft in Verspätung und bis seine neuen Pläne kamen, hatte Laneid mit seiner Truppe bereits die Lösung gefunden und sie haben die Wagen einfach weiter gebaut. Insbesondere bei den Kampfwagen war es wichtig, dass sie zeitlich ausgeliefert wurden.
Orcma war zusätzlich auch noch Archivar und hatte - wenn es Beschwerden über die verschiedenen Wagen geben sollte (was ganz selten passierte) - die alten Pläne noch zur Verfügung.
Manchmal sah man dann noch über den Palaverplatz einen alten Riesen in Richtung Manufaktur schlurfen wenn Nekisred mit seiner Truppe da saß. Der hieß Tipckar. Er schaute dann immer die Truppe an und hob an: „Früher …“. Alle sagen dann sofort: „Oh nein, bitte nicht.“ und Tipckar ging dann still weiter in die Manufaktur, wo er seit Jahren arbeitete.
Das Nobelquartier
Es gab allerdings auch noch einen Bereich in Tresbrün unterhalb der Hütte von Orcma und rechts neben dem Kunstberg. Dort gab es ein kleines Quartier, welches mit einem Zaun und einem güldenen Tor umzäunt war. Die Pfosten der Umzäunung waren mit Blattgold verziert. Innerhalb dieses Bereiches standen sehr schöne Hütten, teilweise mit Gold verziertem Dach. Nekisred nannte dieses Quartier das Nobelquartier. Er meinte das wirklich so.
In der Tat, die Riesen, die hier arbeiteten, empfanden sich als die Elite. Diese hatten nämlich mit allen Kunden Kontakt, präsentierten die Wagen, die neu entwickelt wurden und wollten eigentlich mit diesen Riesen mit den Schwielen an den Händen nichts zu tun haben. Seit langen Jahren war hier inmitten des Nobelquartiers in der schönsten und goldreichsten verzierten Hütte Sjen tätig, der sich selbst als gottgegebener Doge ausgab. Sjen war immer gut angezogen, hatte keinen Dreck unter den Fingernägeln, war ein sehr schöner und nobler Riese und reiste oft zu den Kunden. Man sah ihn nicht in der Produktion, jedoch bestellte er öfters Slunk ein, der somit eigentlich der einzige ausserhalb des Nobelquartiers Kontakt mit Sjen hatte.
In aussergewöhnlichen Momenten rief Sjen alle auf dem Palaverplatz zusammen und informierte manchmal sehr ungenau, manchmal genauer, über die Wünsche der Kunden. Alle Manufakturriesen wussten nicht, was sie von ihm halten sollten. Er war fremd geblieben. Das Einzige, was sie spürten, ihm war unwohl, weil er ausserhalb des Nobelquartiers handelte. In diesen Momenten gab Sjen Informationen über seinen Kontakt mit den Tresbrüner Göttern aus. Meistens fingen seine Reden so an: „Ich habe ja, wie Ihr wißt, einen intensiven Kontakt mit den Tresbrünern Göttern …“
Manche der Riesen lächelten dann, weil sie an so etwas nicht glaubten. Andere, insbesondere Tres und Slunk, hörten dann genauer zu, weil sie an diese Götter glaubten. In diesen Momenten sah Sjen auch wirklich wie ein Prophet aus. Er war hochgewachsen, hatte ein feinziseliertes Gesicht mit einer kleinen Rundbrille und er hatte die Hände eines Klavierspielers. Es war schon wunderschön ihn anzusehen und ihm zuzuhören.
Sjen predigte immer, dass die Wagen von Tresbrün gottgewollt wären und dadurch ihren Ruf bei den Kunden hätten. Die Kampfwagen würden auch die Kraft auf dem Schlachtfeld entwickeln, weil sie gottgegeben waren. Wie gesagt, die Riesen glaubten dies oder auch nicht. Ehrlich gesagt, die meisten waren überzeugt, dass die Tresbrüner Wagen einfach von sehr guter Qualität waren, weil hier alle ihre Arbeit ordentlich leisteten.
Das war den Riesen und der gesamten Manufaktur wichtig, dass sie einfach Freude an dem Bauen dieser Wagen hatten.
Die Riesen des Nobelquartiers sah man in deren Gefilden nie. Ob die wirklich etwas arbeiteten, wusste man ebenfalls nicht. Es waren einfach zwei Welten. Vor allem Slunk leidete unter dieser Realität, da er ja immer wieder ins Nobelquartier gehen musste. Manche Riesen machten ihm dadurch einen Vorwurf und sagten öfters: „Ja Du, Du gehörst ja zu den Anderen.“, was Slunk traurig machte. Er gehörte vor allem zu den Tresbrüner Wagen.
Die Götter mischen sich ein …
Einmal im Jahr zog Sjen mit den Riesen aus dem Nobelquartier in einer großen Prozession durch die Manufaktur und sagte, er besuche jetzt die Götter, um die guten Wagen bei denen zu erflehen.
Er war besonders schön angezogen und die ihn begleitenden Riesen aus dem Nobelquartier hatten vergoldete Eichenblätter dabei, mit denen sie wedelten. Es sollte alle beeindrucken, aber wenn man in die Gesichter von Tres, Laneid und Laveire schaute, so sahen diese eher kritisch aus. Nekisred sagte dann immer: „Sag’ ihnen einen lieben Gruß.“, denn auch er behauptete, dass er die Götter kannte. Alle Riesen der Manufaktur verdrängten dies wieder, weil das nicht in ihr Bild von Nekisred passte. Er war doch einer von ihnen.
So war es dann, dass Sjen auszog in dem laufenden Jahr. Meistens war er nach zwei, maximal drei, Tagen wieder in der Manufaktur. Jedoch - es war ganz erstaunlich - er war drei Wochen nicht mehr gesehen.
Nach drei Wochen kam er zurück, und - wie es die Tradition war - versammelte er alle am Palaverplatz.
Laneid sagte zu Tres: „Schau’ ihn an, wie sieht denn der aus?“ Auch Nekisred hatte es bemerkt. Sjen, der immer besonders gut aussah, wenn er von den Göttern kam, sah gealtert und zerknirscht aus. Die mit zu den Göttern eingeladenen Riesen aus dem Nobelquartier verschwanden sofort im Nobelquartier und plötzlich hörte man Orcma fragen: „Wer ist denn das?“ Und tatsächlich, Slunk sah ihn dann auch. Neben Sjen stand ein ihnen völlig unbekannter Riese, der allerdings etwas knubbliger aussah als Sjen und er hatte Schwielen an den Händen. Man sah Sjen einatmen und beginnen: „Liebe Riesen …“
Der Riese neben ihm sagte laut und deutlich: „Das mache ich schon selbst.“ Sjen wollte weiter reden, jedoch der Riese unterbrach ihn.
„Liebe Riesen, mein Name ist Lafo. Ich wurde mitgeschickt von den Göttern und ich übernehme hiermit den gesamten Bereich der Manufaktur. Das heißt, Goldbruch, die Goldwäscherei, die Sägerei, den Holzschlag, das Lager und natürlich die Manufaktur selbst.“
Ein Raunen ging durch die Mengen der Riesen. Lafo sagte dies jedoch, als wäre das ganz normal.
Er schaute über seine Nickelbrille und fragte: „Wer ist Orcma?“ Orcma meldete sich schüchtern. „Orcma, Dich übernehme ich auch.“ Ein Raunen ging durch die ganze Belegschaft. Slunk fragte: „Und ich? Ich bin der Künstler! Ich entwerfe die neuen Modelle!“ Sjen machte den Mund auf, doch er kam nicht zum reden. Lafo fuhr in die Parade: „Slunk auch Du.“
„Moment“, unterbrach Slunk ihn, „ich möchte, dass Sjen weiterhin mit mir Kontakt hält, wegen den Rückläufern von unseren guten Kunden.“ Lafo antwortet darauf gar nichts. Slunk schaute Sjen an. Der schaute weg. Slunk wurde bleich. Er ahnte, dass jetzt alles anders und schwierig werden wird.
Laneid stieß plötzlich Tres mit dem Ellenbogen in die Rippen und sagte: „Schau’“, Tres schaute in die angedeutete Richtung und sah Nekisred puterrot kurz vor dem Platzen. Nekisred fragt: „Darf ich fragen, was das soll, Lafo? Ich kenne die Götter. Das kann gar nicht von denen kommen.“ Lafo lachte und sagte: „Ach, Du bist bestimmt Nekisred?“ Die Götter haben über Dich gesprochen. Also, Du gehörst auch zu mir. Aber, Nekisred, hier bin ich der neue Chef und basta.“
Von dem Zeitpunkt an sah man Nekisred vor allem am Tisch am Palaverplatz sitzen und sich deutlich weniger bewegen als sonst.
Lafo sagte dann noch: „Wo sind meine Gemächer?“
Sjen lächelte sehr kalt und sagte: „Das weiß ich nicht. Im Nobelquartier mindestens nicht. Da gibt es keinen Platz mehr.“ Das Gesicht von Lafo fror ein. Er zögerte etwas, man sah seine Lippen zittern und er sagte dann: „Ich brauche kein Quartier. Ich kann auch hier einfach an den verschiedenen Stellen sein. Da fühle ich mich sowieso Zuhause und dann bin ich auch mittendrin.“
Tres, Laneid und Laveire und auch Slunk schauten sich komisch an und alle waren sichtlich perplex. Sjen ergriff noch einmal das Wort: „Es tut mir leid, aber gegen die Götter kann ich auch nichts tun.“ Er hob die Schultern und zog sich dann, leicht gebückt, ins Nobelquartier zurück.
Lafo lächelte und sagte: „Riesen, an die Arbeit!“ Alle schauten sich noch einmal an.
Dieses Mal blaffte Tipckar laut und deutlich: „Früher, früher war alles besser.“ Keiner unterbrach ihn und niemand widersprach ihm. Tipckar war erstaunt, das war er nicht gewohnt.
Der Neue
Am anderen Tag rief Lafo alle am Palavertisch unter der Eiche zusammen. Er saß am Platz von Nekisred, der direkt mit grimmiger Mine daneben saß. Tres, Laneid, Laveire, Orcma und Slunk kamen an den Tisch.
„Ich bin ein erfahrener Wagenbauer und ich wurde von den Göttern geschickt, die Tresbrüner Wagen noch besser zu machen.“ Tres hob die rechte Augenbraue mit erstauntem Gesicht.
Nekisred konnte sich ein lautes Lachen nicht verdrücken. Laneid und Laveire waren still.
Slunk wollte ansetzen, doch Lafo sprach einfach weiter: „Es wird hier manches ändern und ich werde Euch alle einzeln besuchen.“ Die Riesen blieben alle sehr still. Der Atem aller wurde deutlich schwerer.
In diesem Moment schlurfte Tipckar wieder vorbei und er hob an, seinen üblichen Spruch, beginnend mit „Früher …“ doch Laneid sprang auf, hielt ihm den Mund zu und schleppte ihn in die Manufaktur. Laneid kam sofort zurück, entschuldigte sich und Tres raunte ihm zu: „Gut gemacht, das hätte ein Problem gegeben.“
Nach dieser Sitzung veränderte sich manches. Lafo besuchte die einzelnen Bereiche sehr intensiv. Er erwies sich, als Kenner der Geologie, von Goldadern und er gab deutliche Befehle. Tres dachte: „Aha, vielleicht hat er Ahnung. Ich befolge diese Befehle.“
Er ging dann in den Wald und gab Anweisung welche Bäume zu schlagen sind und auch hier dachten die Riesen: „Mmmhh, Holzspezialist.“
Er ging weiter durch die Sägerei und dann ins Lager und dies war das erste Mal, aber leider nicht das letzte Mal, man hörte ihn zwischen den Holz- und Balkenstapeln schreien. Er schrie die alten Riesen an, wies Veränderungen im Lager an und Laveire fror wie eine Säule ein. Er wusste gar nicht, was er tun soll. Aber auch hier wurde offensichtlich, er hatte von Holztrocknung, von Holzlagerung und von Goldlagerung eine Ahnung. Er verlangte auch den Schlüssel und nahm ihn Laveire ab. Als er weg war sah man Laveire in einer Ecke weinen. Man hatte ihm sein kleines Glück in der Höhle einfach geklaut.
Er ging weiter in die Manufaktur und Nekisred stand mit breiten Beinen und hat ihm den Weg versperrt. Lafo lächelte und ging einfach an der anderen Seite an ihm vorbei und auch hier fing er an die Manufaktur anders zu organisieren. Er bildete spezialisierte Teams: Räderspezialisten, Deichselspezialisten, Achsspezialisten, Bodenspezialisten, Luftwiderstandspezialisten, etc. Die Spezialtruppe für die Goldverzierungen ließ er in Ruhe, da diese ja schon spezialisiert waren. Dann verlangte er, dass die Produktion der Wagen in ca. der Hälfte der Zeit passierte. Die Manufaktur machte dicke Backen und Lafo ging, drehte sich noch einmal um und sagte in einem scharfen Ton: „Wenn ich hier noch einmal jemanden mit dicken Backen sehe, der kann sich woanders umsehen.“ Die Riesen wurden bleich.
Das Palavertreffen wurde zu diesem Zeitpunkt auch anders. Lafo verlangte, dass jeder berichtete, was wie gearbeitet wurde, welche Fehler gemacht wurden, wieviele Tonnen Gestein gewaschen wurden, wieviele Bäume geschlagen wurden, etc. Das, was früher einmal ein gemütliches Treffen von Spezialisten war, wurde ein von Angst besessenes Treffen, wo jeder notgedrungen berichten musste.
Man beobachtete Laneid öfters, der sagte: „Ich kann nichts dafür. Das Lager ist schuld.“ Das Lager wiederum: „Das Holz wurde nicht zur Zeit geschlagen, deshalb trocknet es nicht schnell genug.“ Tres verteidigte seine Sägerei indem er sagte: „Das Holz wurde schlecht getrocknet.“ So ging reihum die Angst durch die Reihen, dass man erwischt wurde: Man tat alles, um den Fehler auf jemand anders zu schieben.
Eines Tages sah man Lafo in der Hütte von Orcma. Papiere flogen auf und man hörte Lafo laut und scharf mit Orcma reden. Ab dem Zeitpunkt sah man Orcma mit großen Augen in die Leere schauend wie gestört und ziellos umher laufen.
Es war sehr anders geworden.
Sjen sah man gar nicht mehr. Man sah nur einige Goldverzierungen mehr im Nobelquartier. Manchmal sah man Lafo über den Zaun schauen, was denn eigentlich im Nobelquartier los war.
Manchmal - eher selten - sah man sogar Sjen und Lafo miteinander reden. Allerdings war zwischen den beiden das geschlossene Gitter. Irgendwann hörte man sie immer seltener nur noch an diesem Gitter sich anschreien.
Eines Abends trafen sich Tres, Laneid, Laveire, Nekisred, Orcma und Slunk - es war bereits Nacht - zwischen zwei Holzstapeln. „Wir müssen etwas tun“, sagte Laneid. Tres: „Lafo ist hochkompetent. Er weiß sehr vieles über unser Metier. Vielleicht können wir ihn nutzen, unsere Wagen noch besser zu machen?“ Nekisred sagte: „Quatsch, die Götter haben sich geirrt.“ Laveire sagte: „Mir geht es nur noch schlecht.“ Slunk sagte: „Ich bekomme jeden Tag widersprüchliche Befehle.“ und Orcma meinte: „Eigentlich bin ich überflüssig.“ Und so gingen die Redebeiträge hin und her, allerdings gingen sie ohne Ergebnis auseinander.
Es ändert
Mittlerweile hat man sich an das Geschrei von Lafo gewöhnt, man schätzte allseits seine Sachkompetenz und das Leben der Tresbrüner Wagen ging weiter wie bisher.
Seit mehreren Wochen sah man Lafo morgens früh auf dem Hügel des Steinbruchs meditieren.
Unsere Manufakturriesen Tres, Laneid, Laveire, Orcma und Slunk beobachteten dieses Tun. Nekisred murmelte am Palavertisch nur: „Mir doch egal, eh nicht wichtig, geht ohne ihn …“
Jedoch an meinem Montag am Palavertisch saß Lafo mit entzücktem Gesicht. Er verkündete: „Die Götter haben geantwortet. Es wird Veränderungen geben, Jungs.“ Er sprach sehr bedacht. „Als Allererstes werden wir Holz aus dem tiefen Westen bekommen. Es ist Tanne und billiger. Sehr viel billiger. Die ersten Lieferungen sind unterwegs.“ Laneid und Tres erschraken gleichzeitig. Tres: „Aber unsere Eiche, unsere Eiche ist doch das Markenzeichen unserer Wagen.“ Laneid: „Das wird mit Tanne nichts.“ Lafo rollte einmal die Augen, blickte über seine Nickelbrille und sagte: „Wollt Ihr die Meinung der Götter Infrage stellen?“ und beide schauten weg und waren still.
Nekisred hatte ein hochrotes Gesicht. Lafo redete jedoch weiter: „Zweitens: Wir werden das Gold mit Kupfer mischen.“ Da konnte Nekisred nicht mehr. Er musste laut loslachen, „Aber wir haben doch kein Kupfer.“ Lafo: „Nekisred ich wusste immer, dass Du inkompetent bist. Das Kupfer ist aus den Kupferminen im Süden unterwegs. Morgen werden die ersten Lieferungen kommen.“
Laveire schlurzte: „Ich habe keinen Platz, weder für das Holz noch für das Kupfer.“ Lafo sagte: „Dann mache Platz.“
Slunk holte an und wollte etwas beitragen. Lafo bremste ihn mit einem Handzeichen und sagte: „Die Pläne werden dann geändert.“ Alle saßen da und waren völlig vor den Kopf gestoßen.
Natürlich kam in diesem Moment Tipckar vorbei, murmelte irgend etwas Unverständliches, jedoch alle - ausser Lafo - und dies Gott sei Dank - - verstanden es.
Abends zwischen dem Holzstapel - das neue Holz war noch nicht angekommen - trafen unsere Riesen sich wieder. „Das geht schief für die Tresbrüner Wagen. Wir werden einen Ruf verlieren. Wir werden Kunden verlieren.“ Alle waren sich einig. Nekisred kam und sagte: „Kann uns doch egal sein.“ Doch er hatte dabei ein sehr verbittertes Gesicht. Tres und Laneid erschraken ob seiner Meinung, Nekisred glaubte sich selbst nicht mehr.
Tipckar winkte von Weitem zu und rief noch einmal: „Früher war alles besser.“ Tres dachte: „Irgendwann mache ich ihn mundtot, aber er hat Recht.“
Am anderen Tag kam dann noch die Nachricht von Lafo, der ruhig unter der Palavereiche saß, dass sobald Holz und Kupfer da sind, die doppelte Anzahl an Wagen hergestellt werden muss.
Sjen verrät
Dies war jedoch nicht die einzige Veränderung.
Eines Tages kam Slunk aus dem Nobelquartier zurück und schaffte es nicht einmal mehr auf seinen Künstlerhügel. Er blieb am Fuße dieses Hügels liegen.
Laneid und Tres sahen dies und kamen sofort angelaufen. Slunk war erst einmal nicht ansprechbar.
Tres rief über den ganzen Platz: „Tipckar bring’ sofort einen Schnaps.“ Tipckar kam mit einem Schnaps und nachdem man Slunk diesen einverleibt hatte, murmelte dieser: „Er hat uns verraten. Er produziert Fakes.“ Laneid und Tres konnten es nicht glauben. „Wo, wo produziert er?“ Slunk: „Das weiß ich nicht. Geht hinauf auf meinen Hügel. Da steht einer.“ Laneid lief hoch und kam mit einem Kampfwagen herunter. Bei näherer Betrachtung sah man, dass es kein Tresbrüner Wagen war, er wurde jedoch unter diesem Namen vertrieben. Sjen ließ an allen vorbei woanders produzieren. Tres sagte: „Das geht gar nicht. Wir holen Nekisred.“ Dieser kam angelaufen, schaute sich den Wagen an, hob die Schultern und ging.
Tipckar, noch mit dem leeren Schnapsglas in der Hand, sagte: „Früher war alles besser, das ist jetzt der Anfang vom Ende.“
Man sah Abends an dem goldenen Gitterzaun, dass sich Lafo und Sjen stritten. Über den Zaun versuchten sie sich schlagend zu treffen.
Über der ganzen Manufaktur lag eine Bleischicht.
Die goldene Zeit der Tresbrüner Wagen war deutlich Infrage gestellt…
Das Tresbrüner Gold glitzert nicht mehr
Das Gold wurde fortan mit Kupfer gemischt und hatte einen nur noch sehr matten Glanz. Die Wagen waren wackliger, das Holz unten drunter zersplitterte öfters, da wo es gebraucht wurde. Die Fakes der Tresbrüner Wagen machten auch Sorgen und so kam es, dass immer mehr Kunden immer weniger bestellten. Links hinter der Manufaktur stapelten sich die Tresbrüner Wagen mit Kupfer und Tannenholz gemischt mit den echten aus Gold und Eiche. Dazwischen blieben jetzt auch die Fakes stehen.
Immer mehr Platz musste geräumt werden, um die zu viel produzierten Wagen zu lagern. Sogar ein Teil des Waldes wurde ganz gerodet, um genug Platz zu haben.
Lafo machte immer mehr Druck zu sparen. Sjen, neben dem Fake Kampfwagen, ließ mittlerweile auch kleinere Transportwagen, wo auch immer, produzieren. Niemand wusste es. Immer mehr Riesen, die ihr Leben in dieser Manufaktur verbracht haben, gaben Tipckar recht. Der lief nur noch herum und wie eine Gebetsmühle wisperte er überall: „Früher war alles besser, früher war alles besser, früher war alles besser, früher…“
Die meisten Riesen waren demotiviert und sehr desorientiert.
Es war einmal wieder Zeit, dass Sjen und Lafo auf dem Palaverplatz zusammen riefen. Die Stimmung war sehr gedrückt. Lafo und Sjen - hier waren sie sich einmal einig - informierten, dass die Hälfte der Riesen sich bitte aus der Manufaktur zu entfernen haben und sie hatten bereits eine Liste dabei. Sie sagten: „Ihr seid überflüssig. Wir brauchen gar nicht mehr so viele Riesen, weil wir wenig Bestellungen haben und Ihr seht ja, wieviele Wagen hier auf unserem neuen Gelände noch stehen.“
Auch Tipckar hörte, dass er auf der Liste stand.
Die Riesen waren wie geschlagen und keiner sagte mehr etwas.
Die Hälfte der Riesen machte sich auf den Weg und verließ die Manufaktur. Jedoch sie gingen nicht weit weg. Grad nebenan im Wald auf der Lichtung ließen sie sich direkt neben dem Tresbrüner Wagenlager nieder. Wo sollten sie auch hingehen? Sie kannten nichts Anderes und waren, seit sie denken konnten, in dieser Manufaktur. Sie kannten kein anderes Dorf, keine andere Manufaktur, sie wussten auch nichts Anderes zu tun, als das, was sie hier gelernt haben. Also ließen sie sich auf der ersten Lichtung im Wald nieder. Sie bauten einige schäbige Hütten. Tipckar, der die Schnapsreserven mitbrachte, teilte aus. Viele gingen dann im Alkohol unter. Viele Riesen sah man apathisch herum hängen. Es war desolat. Die stolzen Tresbrüner Riesen gab es hier auf der Waldlichtung nicht mehr: Sie waren gebrochene, vielleicht auch zerbrochene, Gestalten.
Tres, Laneid, Laveire besuchten sie manches mal, die drei waren übrig geblieben und Nekisred hatte man wohl auch geschont. Slunk war noch in der Manufaktur, aber er hatte entschieden, dass er sich auf den Hügel zurück zieht und gar nichts mehr macht. Er wusste auch nicht, was er machen sollte, weil Lafo und Sjen ihm widersprüchliche Befehle gaben. Orcma hatte entschieden, dass er sich in seinem Papier verliert und er räumte einmal am Tag die Papiere um, ohne dass es irgendeinen Sinn hatte.
Die Tresbrüner Wagen verloren langsam, aber sicher, ihren Ruf. Tipckar winselte nur noch: „Früher war alles besser, früher war alles besser …“ Man hörte ihn nie mehr etwas Anderes in dieser Zeit sagen.
Die Götter, die Fehler zugeben konnten
Die Tresbrüner Wagenmanufaktur vegetierte vor sich hin. Alle ehemaligen Kunden suchten nach Ersatz und die Siedlung im Wald wurde immer größer.
Tipckar war ihr Held, denn früher war wirklich alles besser.
Eines Tages jedoch hörte man jedoch von Weitem so etwas wie Posaunen und Getrommel. Das Getöse kam aus dem Süden und an dem Tag sah man plötzlich Slunk von seinem Berg wie gestört herunter laufen und er rief: „Sie kommen, sie kommen, sie ko… ko.. kommen.“ Er blieb stotternd stehen und schrie: „Sie ko… sie ko… sie kommen.“
Tres, Laneid, Laveire, Orcma kamen. „Wer denn, wer denn?“ schrieen sie alle durcheinander. Nekisred musste nicht kommen, da er ja an seinem Tisch saß. „Die Götter, die Götter.“ Laneid und Laveire zogen die Schultern: „Aber die gibt es doch gar nicht.“ „Doch“, sagte Tres, „Ich habe es Euch immer gesagt.“ und schon ging eine Diskussion los.
Doch plötzlich erschien auf dem Künstlerberg zwischen zwölf Posaunenbläsern und zwölf Trommlern eine riesige Gestalt, doppelt so breit und doppelt so hoch wie die Riesen. Tres raunte: „Slunk, hole Sjen und ich hole Lafo.“ und beide gingen schnell weg und suchten sie. Nach einigen Minuten kamen sie wieder, alleine, und sie sagten: „Wir finden sie nicht.“
Die Posaunen ertönten und das Getrommel wurde intensiver.
Vom Künstlerberg schallte es: „Liebe Riesen, zuallererst holt die Riesen aus dem Wald.“
Alle schauten sich unglaubwürdig an und Orcma sagte: „Oh Gott, diese abgewrackten Gestalten.“, doch sie holten sie und die Riesen kamen aus dem Wald getorkelt, abgemagert und besoffen. Die hygienischen Verhältnisse waren auch nicht die Besten im Wald. Manch einer rümpfte die Nase. Jedoch, es war seit Langem, wo sie alle wieder beisammen waren. Man hörte Tipckar munkeln: „Oh, oh, das erinnert mich an früher.“
Die Gestalt auf dem Künstlerberg sprach:
„Liebe Tresbrüner Riesen, mein Name ist Elo. Ich bin der Obergott der Riesen. Er strich sich elegant über sein Kleid, das mit Goldbrokat versehen war. Ich komme zu Euch, um einen Fehler zuzugeben. Vor Jahren habe ich Euch, Sjen und dann Lafo geschickt, und das war ein Fehler.“ Tres traute sich und fragte: „Wo sind denn diese jetzt?“ Elo schaute irritiert und sagte: „Weg.“ Ein Raunen ging durch die Menge. „Ich bin heute hierher gekommen, um Euch zu sagen, dass die Tresbrüner Wagen wieder ihren alten Glanz brauchen, ihr altes Holz. Der Ruf muss wieder hergestellt werden und ich möchte Euch alle bitten, auch die, die mittlerweile im Wald gelebt haben, mitzuhelfen. Ich muss zurück zu meinen Untergöttern, weil ich auch da aufräumen muss.“
Elo flehte: „Bitte helft alle mit, helft doch bitte alle mit. Die Tresbrüner Wagen müssen im alten Glanz und in alter Qualität wieder leben.“
Alle Riesen schauten sich unglaubwürdig an und schauten dann alle zu diesem Doppelriesen auf dem Künstlerberg. Slunk lief hoch und sagte: „Elo ich habe im Geheimen Ideen entwickelt.“ Ein Riese aus dem Wald sagte vorsichtig: „Ich glaube, ich kann es noch.“ Laneid, Tres und Laveire sagten: „Ja, wir machen mit.“ Orcma sagte: „Ich kann umräumen und wieder Slunks Entwürfe planen.“
Nekisred hob die Augenbrauen, schaute hoch zu Elo und sagte: „Du kommst spät.“
Elo antwortete - salbungsvoll und fast drohend: „Nekisred helfe mit.“
Dieser lächelte und in dem Moment kam eine Gestalt aus der Menge heraus und alle, alle schauten gespannt auf … Tipckar.
Dieser lächelte Elo an und sagte: „Jetzt ist es wieder wie früher.“ Er lächelte, drehte sich zu allen Riesen und sagte: „Kommt, wir gestalten die Zukunft. Die Riesen klatschten alle vor Begeisterung schrieen wild durcheinander.
Alle klatschten und riefen begeistert: „Ja!“
Für meine Riesen und für die Tresbrüner Wagen: Damit ihr Land noch lange währt.
Über die Verantwortung von Führung!
jd, der Zwerg